Bohren ohne Bohrer

Nicht für jede Füllung muss gleich gebohrt werden – wir können auch minimalinvasiv und ohne Kontakt zum Zahn kleine Defekte versorgen.

Patienteninformation Bohren ohne Bohrer

Das Gerät, mit dem man minimalinvasiv ohne Bohrer bohren kann, wurde von einem Laserhersteller namens American Dental Technologies aus den USA entwickelt. Dieses Verfahren heißt „Kinetische Kavitätenpräparation“ (KCP), was soviel bedeutet, dass ein feines Aluminiumoxidpulver durch Beschleunigung, also kinetische Energie, auf den Zahn trifft und der Zahn dadurch gereinigt wird. Durch die Aufrauung der Oberfläche hält die Füllung dann sehr lange.

Wir arbeiten schon seit 1997 mit diesem Verfahren. Es ist ideal für kleine Füllungen, Versiegelungen von Zähnen und vor allem für Kinder, die meist den Bohrer noch nicht kennen. Das Gerät arbeitet leise und berührungslos. Einziger Nachteil: alte Füllungen kann man damit allerdings nicht entfernen.

Kinetische Kavitätenpräparation, Bohren ohne Bohrer

Bohren – nein danke!

Kariesinfiltration – was ist das?
"Es war unser Ziel, einen Weg zu finden, Karies auch ohne Bohren zu behandeln", so OA PD Dr. Hendrik Meyer-Lückel von der Universitätsklinik in Kiel. Gemeinsam mit Dr. Sebastian Paris ist er maßgeblicher Entwickler einer neuartigen Form der Kariesbehandlung – der sogenannten Kariesinfiltration. Beginnende Karies kann dabei ohne Bohren, ohne Schmerzen und nahezu ohne Verlust gesunder Zahnsubstanz behandelt werden. Die Methode basiert auf einem speziellen, flüssigen Kunststoff mit dem Markennamen "Icon", mit dem der krankhafte Zahnschmelz aufgefüllt und verschlossen wird. Dies ist eine innovative und bohrerlose Behandlungsmethode, die in Deutschland im Mai 2009 entwickelt worden ist.

Was kostet diese Behandlung?
Die Kosten hierfür müssen derzeit noch von den Patienten selbst getragen werden. Diese betragen pro Zahn ca. 80,- €.

Weitere Informationen zu Icon und dem Prinzip dahinter  finden Sie hier.